Exkursion nach Untersimau

Nach einer Busfahrt von ca. 40 Minuten kamen wir in Untersiemau an. An Board waren 47 Schüler, Frau Klauer, Frau Weingärtner , Herr Nitsche und Andreas Seubert (Sachgebietsleiter für Öffentlichkeitsarbeit vom Amt für ländliche Entwicklung). Dort trafen wir uns mit 2 Bahnbeamten, die uns über die Flurbereinigung zur Baustelle der Talbrücke führten. Zuvor erfuhren wir einige Informationen über die ländliche Entwicklung und Dorferneuerungsmaßnahmen in Untersiemau durch Andreas Seubert, der zugleich unser „Fremdenführer“ war. Diese Informationen spreche ich später nochmals an, da auch der Bürgermeister, Herrn Michael Boßecker, einen interessanten, ausführlichen Vortrag über den Ort Untersimau hielt.

 

Zurück zur Baustelle:

Die Schüler teilten sich in 2 Gruppen.

Die erste Gruppe, in der ich anwesend war, besichtigte zuerst die Baustelle mit dem verantwortlichen Dipl.-Ing. Bastian Rülicke. Die andere schaute einen Film an und hörte einige Informationen über das Bauwerk durch Pressesprecher Frank Kniestadt.

 

Wir liefen vom Stützpunkt hoch zur Brücke. Vorher bekamen wir Schutzhelme und Sicherheitswesten. Sicher vorbereitet und mit festen Schuhwerk ging es jetzt endlich Hoch auf die Brücke. Oben auf der Brücke sahen wir einige Arbeiter, die gerade Eisen gebunden haben, für die Außenseiten, denn die Bücke selbst stand schon. Geländer waren provisorisch angebracht. Dann kamen einige Fragen auf, wie hoch , breit usw. das Werk ist. Daraufhin durften wir nach unten schauen, Herr Rülike erklärte, dass die Brücke an ihrer höchsten Stelle 35 Meter hoch ist. Die Gesamtlänge beträgt 614 Meter. Leider konnten wir aufgrund des dichten Nebels nicht das Ende sehen. Breit ist die Brücke 14,3 Meter. Die Konstruktionshöhe beträgt 4m, die Bauhöhe 4,925m. Es wurden insgesamt 17500 Kubikmeter Erde ausgehoben und insgesamt 17500 Kubikmeter Beton benötigt. Baubeginn war im April 2008 , Ende voraussichtlich Ende 2011.

 

Danach gingen wir nach unten in die Brücke, denn sie ist ein Hohlkörper. Rülike, der Ingenieur erwähnte, dass dies den großen Vorteil hat, dass sie begehbar ist. Vorteilhaft, da Brücken alle 3 Jahre gewartet werden. So geht das schnell und einfach.

Es kam die Frage auf, was gegen die Lärmbelästigung der Anwohner gemacht wird. Rülike erklärte, dass seine Baufirma nur für den Rohbau zuständig ist, doch die Deutsche Bahn einen Schallfangzaun anbringen wird. Auch das Schienensystem wird von der Deutschen Bahn selbst verlegt.

„Angekommen“ bei der DB wurde uns mitgeteilt, dass die Züge mit 300 Km/h auf 2 Spuren fahren werden.

Die Brücke ist ein Teil der Neubaustrecke Ebensfeld-Erfurt.  

Jetzt gingen wir wieder aus der Brücke und tauschten die Gruppen. Jetzt sahen wir einen ca.10 Min. langen Film. Hier ging es allgemein über die Neubaustrecke. Die Talbrücke ist eine von 29 Brücken auf der Ausbaustrecke. Dazu kommen noch 23 Tunnel. Dies hat natürlich hohe Kosten zur Folge, insgesamt 10.5 Millionen.

 

Zuletzt fuhren wir ins Rathhaus von Untersimau, wo uns der Bürgermeister, Herr Boßecker, begrüßte. Anschließend bekamen wir eine kleine Brotzeit. Nachdem die meisten fertig waren, berichtete er Bürgermeister. Es ging um alle möglichen Dinge, von Sehenswürdigkeiten bis hin zur Busverbindung. Die wichtigsten Sachen will ich hier mal auflisten:

Untersiemau hat 4150 Einwohner, das sind ca. 203 pro Quadratkilometer. Es liegt 300 m über dem Meeresspiegel. Die Fläche beträgt 21 Quadratkilometer.

Eine Sehenswürdigkeit ist der Planetenweg, wo die „Sonne“, der „Jupiter“ und der „Saturn“ als Figur dargestellt sind. Boßeker berichtete zudem über eine Sonnenuhr, bei der man sogar das Datum ablesen kann. (Vorrausgesetzt es scheint die Sonne!

 

Zusammenfassend muss ich sagen, dass es eine interessante Fahrt war. Besonders das Brückenwerk einmal von innen zu sehen, war sehr beeindruckend. Ich kann das jedem nur empfehlen. Dies sieht man nicht alle Tage. Außerdem wurden wir von allen beteiligten Personen nett empfangen und über den gesamten Vormittag gut beraten ohne dass es dabei langweilig wurde.